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Das sind meine Mopeds, mit denen ich mich herumtreibe ...


KTM 690 Enduro R

Ich habe mittlerweile die zweite 690er. Es ist beinahe unglaublich was KTM aus dem Motor herausholt und wie geschmeidig er sich trotzdem - oder deswegen - fahren lässt. 

Das Haupteinsatzgebiet dieser KTM ist mit Sicherheit der Schotter und mehr, macht aber auch am Asphalt ungeheuer Spaß!

Das Fahrwerk ist insgesamt ein Hit und kann KTM-like belastet werden. Die Komponenten sind hochwertig, voll verstell- und damit anpassbar.

Die 690er ist nach einigen Adaptierungen "das" Offroad/Schotter Touren-Motorrad.

Wüstentrip umgebaute KTM 690 EnduroR Tank von Rally Raid Alukoffer
Für Wüstentrip umgebaute KTM 690 EnduroR

Meine erste 690er erweiterte ich mit einem Rallye Raid Umbau und passte sie ergonomisch perfekt an. So hatte sie eine Reichweite von ca. 550km und war super easy zu fahren. Leider ist sie mir 2014 in Albanien abgebrannt (Albanien 2014). 

Daher - und auch weil es keine Alternitve zur 690er gab - kaufte ich 2015 meine zweite KTM Enduro 690R. Ab 2015 wurden die 690er Enduros mit ABS ausgestattet. Ein nachgerüsteter "Dongle" ermöglicht das blockieren des Hinterrades und das Nutzen des Vorderrades mit ABS - ohne hin und her schalten zu müssen.

Erneut passte ich auch die Ergonomie des Fahrzeuges durch eine höhere Sitzbank, tiefer gelegte Fußrasten und Lenker-Erhöhung meinen Bedürfnissen entsprechend an und verpasste ihr noch ein Schaumstoffluftfilter und einen Akrapovic. 

Rotopax Kanister auf KTM 690 EnduroR
KTM 690 EnduroR

Als Gepäcksystem verwende ich den Koffer-Träger von Touratech, eine selbst gebaute Grundplatte und Taschen von Kriega in verschiedenen Größen. Durch die Grundplatte ist das System sehr flexibel und kann mit Rotopax-Kanister ergänzt werden.

Motorradgepäck: Kriega US-Drybag und selbstgebaute Trägerplatte
Kriega US-Drybag und selbstgebaute Trägerplatte

Bei den Reifen setze ich auf den MT21 oder auf den Allrounder TKC80. Der TKC80 ist in allen Fahrbereichen brauchbar - und daher einer meiner Favoriten. Lediglich bei mehr als 120 km/h und mit Gepäck fangt das Ganze an ein "Eigenleben" zu entwickeln, was de facto aber kein Problem ist - dort wo diese KTM bewegt wird.

Der MT21 ist ein stärker geländeorientierter Reifen als der TKC80.


Die KTM 690 Enduro-R ist das Nachfolgemodell der KTM 640 LC4 Enduro und wurde von 2008 bis 2017 hergestellt. Ihren Einsatzzweck findet sie im Gelände und auf der Straße.

KTM stellt damit einen Kompromiss zwischen Alltagstauglichkeit und Einsatz im Motorsport her. Die Enduro-R ist dabei eher an die EXC-Modelle angelehnt und besitzt von Werk aus eine grobstollige Bereifung.

 

Die Enduro-R ist mit einem 4-Takt-Einzylinder-Motor ausgestattet. Dieser leistet je nach Baujahr bis zu 49 kW und liefert bei einer Verdichtung von 12,5:1 ein Drehmoment von 68 Nm. Der Motor wird durch eine Wasserkühlung gekühlt. Serienmäßig ist der Motor mit einem 12 V-Elektrostarter ausgerüstet.

Der Antrieb besteht aus einer Anti-Hopping-Kupplung und einem 6-Gang-Klauengetriebe. Die Kraftübertragung zum Hinterrad erfolgt über eine X-Ring-Kette.

Beim Rahmen handelt es sich um einen gewichtssparenden Gitterrohrrahmen. Viele Anbauteile bestehen aus speziellem Kunststoff, der eine hohe Stabilität aufweist aber dennoch flexibel ist. Dadurch bricht dieser nicht bei einem Sturz, schützt aber dennoch darunterliegende Bauteile.

 

Eine Besonderheit in der Bauweise ist der hinten, unter dem Sitz liegende Tank, dieser fasst 12,5 l Superbenzin. Dessen Einbaulage verbessert den Schwerpunkt des Motorrades, wodurch das Handling  verbessert wird. Der Tank besteht ebenfalls aus Kunststoff. Fahrfertig kommt das Motorrad damit auf rund 138 kg.


Technische Daten

 

TRIEBWERK

Bauart Einzylinder-Viertaktmotor

Kühlsystem Flüssigkeitsgekühlt

Motorschmierung Druckumlaufschmierung mit 2 Ölpumpen

Hubraum 690 cm³

Bohrung x Hub 102 x 84,5 mm

Verdichtung 12,5 : 1

Ventilsteuerung OHC

Ventile pro Zylinder 4

Gemischaufbereitung Elektronische Benzineinspritzung, 46 mm, mit Electronic Power Throttle (EPT)

Auspuffsteuerung .

Abgasreinigung G-Kat

Abgasnorm Euro-3

Leistung 49 kw / 67 PS bei 7.000 u/min.

Drehmoment 68 Nm bei 6.000 u/min.

Anlasser Elektrostarter

 

KRAFTÜBERTRAGUNG

Kupplung APTC Antihopping; Mehrscheiben im Ölbad (hydraulisch betätigt)

Getriebe 6-Gang

Primärübersetzung 36/79

Sekundärübersetzung 15/45

Getriebeübersetzungen 2,50, 1,75, 1,33, 1,09, 0,95, 0,87

Endantrieb X-Ring-Kette

Höchstgeschwindigkeit 170 km/h

 

FAHRWERK

Rahmenbauart Stahl-Gitterrohrrahmen mit selbsttragendem Kunststofftank-Rahmenheck

Lenkkopfwinkel 63°

Nachlauf 115 mm

Vorderradaufhängung 48 mm WhitePower Upside-Down-Teleskopgabel,

Zug- und Druckstufe einstellbar

Federweg vorne 250 mm

Bremsanlage vorne 1 Scheibe, Ø 300 mm, 2 Kolben

Felgengröße vorne 1.85 x 21

Bereifung vorne 90/90-21

Hinterradaufhängung Alu-Kastenschwinge mit WhitePower Zentralfederbein mit zusätzlichem Ausgleichsbehälter (Pro-Lever), Zug- und Druckstufe (High-/Lowspeed) einstellbar

Federweg hinten 250 mm

Bremsanlage hinten 1 Scheibe, Ø 240 mm, 1 Kolben

Felgengröße hinten 2.50 x 18

Bereifung hinten 140/80-18

 

ELEKTRIK

Zündung Digital

Drehstromgenerator 224 W

Batterie 12 V / 8,6 Ah

 

DIMENSIONEN

Gesamtlänge 2.283 mm

Gesamtbreite 830 mm

Gesamthöhe 1.265 mm

Radstand 1.498 mm

Bodenfreiheit 300 mm

Sitzhöhe 910 mm

Trockengewicht 142 kg

Leergewicht (fahrfertig) 150 kg

Gewichtsverteilung Keine Angabe

Zulässiges Gesamtgewicht 350 kg

Tankinhalt inkl. Reserve 12 Liter (Benzin Super Bleifrei)

Ø Verbrauch auf 100 km 4 Liter



Honda Africa Twin CRF 1000

Meine letzte große Reise-Enduro war eine KTM 990 Advanture - ein wirklich super Bike! Letzt endlich wurde sie mir aber zu schwer, und zu "KTM". Daher suchte ich nach sanfteren Alternativen - und kam so wieder zu Honda. Ich bin mehrere Transalps gefahren und hatte damit nur gute Erfahrungen. Daher habe ich mir eine AT für einen Tag zur Probefahrt ausgeborgt - und es hat gefunkt! Sie lässt sich in den Terrains, wofür sie gebaut ist, sicher bewegen und macht dabei einfach Spaß!

 

Überlegungen zum Kauf der AT waren auch die relativ geringe Leistung und die geringe Verdichtung des Motors. Durch diese Spezifikation schluckt die AT beinahe jeden Benzin, der ihr angeboten wird - ohne Mappingveränderung- wie das z.B. bei KTM erforderlich ist.

Auch anders als bei den Konkurrenten ist z.B. die Kupplungsbetätigung. Bei Honda ein Seilzug, bei den KTM Adventures hydraulisch. Beim Seilzug kann nicht viel kaputt werden - und wenn doch, ist er leicht und beinahe überall zu reparieren. Die hydraulische Kupplungsbetätigung der KTM ist da schon anders - und aus eigener Erfahrung auch anfälliger. 

Natürlich gibt es bei der AT auch Merkmale, die ich gerne anders gehabt hätte, wie z.B. ein verschraubter Heckaufbau (wie bei KTM) an Stelle eines durchgehenden Rahmens. Das doch weit ausladende Kurbelgehäuse ist ebenfalls eine gewisse "Schwachstelle" - die durch Zubehörteile aber brauchbar geschützt werden kann.

 

Insgesamt hat mich die "Einfachheit" der AT überzeugt - ein Reisemotorrad für ein weites Einsatzspektrum.

  

Die notwendigen Anpassungen wie Sitzhöhe, Lenker- und Fußrasten-Position sind schnell gemacht. Ein Motorschutz und Sturzbügel von SWMotech ergänzen die AT. Genervt hat, wie immer der Einbau des GPS ...

 

Das Gepäcksystem ist das Gleiche wie bei der KTM 690 Enduro R: ein Träger von Touratech, meine Trägerplatten und die Taschen bzw. Alukoffer. Die original Bereifung habe ich sehr bald durch einen Metzeler Karoo 3 Street ersetzt - und absolut nicht bereut!

Honda Africa Twin CRF 1000
Honda Africa Twin CRF 1000

Der flüssigkeitsgekühlte Zweizylindermotor erzeugt aus 998 cm³ Hubraum eine Nennleistung von 70 kW (95 PS) und ein maximales Drehmoment von 98 Nm bei einer Drehzahl von 7500 min−1. Die zwei Zylinder des Parallel-Twin haben eine Bohrung von 92 mm Durchmesser, die Kolben machen einen Hub von 75,1 mm. Eine oben liegende Nockenwelle betätigt über Tassenstößel zwei Einlassventile und über Rollenkipphebel zwei Auslassventile pro Zylinder. Die Kurbelwelle ist mit 270 Grad Versatz ausgeführt. Zwei Ausgleichswellen sollen Motorvibrationen reduzieren. Eine treibt zusätzlich die Öl- und Wasserpumpe an, die zweite ist im Kupplungsgehäuse montiert.

Am Vorderrad verzögern zwei Bremsscheiben mit Antiblockiersystem. Ein (optionales) Doppelkupplungsgetriebe, wie es bereits für diverse Modelle von Honda, wie etwa für die Honda VFR 1200 X Crosstourer, erhältlich ist, macht eine manuell betätigte Kupplung überflüssig. Die auf Drahtspeichenräder aufgezogenen Reifen haben einen Durchmesser von vorn 21 und hinten 18 Zoll. Im Sekundärantrieb arbeitet eine O-Ring-Kette.

Das Motorrad beschleunigt in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 201 km/h. Bei einer mittleren Bremsverzögerung von 9,2 m/s² benötigt die Bremsanlage 41,9 Meter von 100 km/h bis in den Stand. Der 18,8 Liter fassende Kraftstofftank ermöglicht eine maximale Reichweite von 383 km.


Technische Daten

 

Motor

Typ Flüssigkeitsgekühlt, Parallel-Zweizylinder- Viertakt, 4 Ventile, Uni-Cam, 270° Kurbelwelle

Hubraum 998 ccm

Bohrung x Hub 92 x 75,1 mm

Verdichtung 10:1

Max. Leistung 70 kW (95 PS) bei 7.500/min (95/1/EC)

Max. Drehmoment 98 Nm bei 6.000/min (95/1/EC)

Zündung Transistorzündung

Starter Elektrostarter

Kraftstoffsystem

Gemischaufbereitung PGM-FI Kraftstoffeinspritzung

Tankinhalt 18,8 Liter

Verbrauch (WMTC) Manuel: 21,7 km/l

DCT: 21,8 km/l

 

Kraftübertragung

Kupplung Manuel: Mehrscheibenkupplung im Ölbad, mit Anti-Hopping-Funktion

DCT: zwei Mehrscheibenkupplungen im Ölbad, elektro-hydraulisch betätigt

Getriebe Manuel: 6 Gänge

DCT: 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe

Endabtrieb O-Ring-Kette

Traktionskontrolle (HSTC) 3 Stufen + abschaltbares Hinterrad-ABS (bei ABS-/DCT-Modellen, nicht STD)

 

Rahmen

Typ Stahl-Unterzugrahmen, unten offen

Chassis

Abmessungen (LBH) Standard: 2.335 x 875 x 1.475 mm

ABS/DCT: 2.335 x 930 x 1.475 mm

Radstand 1.575 mm

Sitzhöhe (normal/tief) 870/850 mm

Bodenfreiheit 250 mm

Gewicht leer / vollgetankt Standard: 208 kg / 228 Kg

ABS: 212 kg / 232 Kg

DCT: 222 kg / 242 Kg

Felgengröße vorne 21 x 2.15

Felgengröße hinten 18  x 4.00

Reifengröße vorne 90/90-21, mit Schlauch

Reifengröße hinten 150/70-18, mit Schlauch

 

Bremse

ABS Bauart ABS & DCT-Modell mit 2-Kanal-ABS, Hinterrad-ABS abschaltbar (Standard ohne ABS)

Vorne 310 mm Wave-Doppelscheibenbremse, hydraulisch betätigt, Radial-Vierkolben-Bremszange, Sinterbremsbeläge

Hinten 256 mm Wave-Scheibenbremse, hydraulisch betätigt, Einkolben-Bremszange, Sinterbremsbeläge, DCT plus Parkbremse

 

Elektrik

Instrumente Rally-Style-LCD-Display mit Tacho, Drehzahlmesser, Benzinuhr, Ganganzeige, Zeituhr, km-Zähler, Tages-km-Zähler und Kontroll-Leuchten

Scheinwerfer Dual-LED (Abblend-/Fernlicht)

Rücklicht LED

Blinker ABS/DCT: LED (Standard mit Glühbirne)




Puch 250 SG

Ich habe diese, 1954 gebaute, Puch 250SG durch Zufall erstanden - in sehr gutem Zustand. Tank Vergaser und einige Kleinigkeiten waren zu machen. Nun ist sie fertig und ein edles Stück - beinahe zu Schade um gefahren zu werden.

Puch 250SG (Bj. 1954)
Puch 250SG (Bj. 1954)

Die Puch 250 SG (Schwing-Gabel) war ein von der österreichischen Steyr Daimler Puch AG im Puch Werk in Thondorf bei Graz produziertes Motorrad. Das mit luftgekühltem Zweitakt-Doppelkolbenmotor und Schalenrahmen ausgestattete Motorrad der Baureihe SG wurde am 1. Oktober 1953 in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt. Bis zur Produktionseinstellung 1970 wurden 38.584 Puch 250 SGS produziert.

Der SG-Baureihe mit einem Hubraum von 250 cm³ gehören neben der 250 SGS auch die Tourenversion 250 SG, die Sportversion SGSS sowie eine Militärausführung 250 MCH an.

Folgende Abkürzungen wurden verwendet: SG = Schwinggabel, SGA = Schwinggabel mit Anlasser, SGS = Schwinggabel-Sport, SGSA = Schwinggabel-Sport mit Anlasser. Der Schalenrahmen wurde von Erwin Musger und Alfred Oswald entwickelt und 1953 patentiert.


Technische Daten

 

Bauart luftgekühlter Doppelkolbenzweitaktmotor mit Frischölschmierung

Hubraum 248 cm³

Bohrung 2 × 45 mm

Hub 78 mm

Leistung 12,2 kW (16,5 PS) bei 5800/min

max. Drehmoment 22,76 Nm (2,32 kgm) bei 3300/min

Getriebe Viergang-Fußschaltung

Höchstgeschwindigkeit 110 km/h sitzend / 122  km/h liegend

Verbrauch 3,3 l/100 km

Tankinhalt 13 l (davon 3 l Reserve)

Gewicht vollgetankt 155 kg

zul. Gesamtgewicht 342 kg

Länge 1985 mm

Höhe 920 mm

Breite 645 mm

Radstand 1345 mm

Bodenfreiheit 140 mm