Deutschland 2017

Unsere Reise führte uns vom 16. bis 31. Juli durch die Tschechei in die ehemalige DDR an die Ostsee bis Stralsund und Rügen, von dort nach Büsum an die Nordsee und über Hamburg mit dem Autoreisezug zurück nach Hause.

 

16.07

Pottenstein – Havlickuv Brod

Der erste Tag unserer Reise begann am 16. Juli nach dem Beladen unserer Motorräder. Wir fuhren um 09:00 Uhr von zu Hause Richtung Norden weg. Über den Grenzübergang „Klein-Haugsdorf“ gelangten wir in die Tschechei. Die gesamte Reise, mit wenigen Ausnahmen, befuhren wir Nebenstraßen und vermieden so weit als möglich Autobahnen und Schnellstraßen. So gelangten wir über Zneim und Trebic nach Havlickuv Brod. Dort hatten wir im Hotle Slunce (Hotel Sonne) unser Zimmer schon reserviert. Die Motorräder durften wir in der Vorhalle des Hotels abstellen. Wir besichtigten die Altstadt, wo am Hauptplatz eine Band spielte und gingen in ein Restaurant, welches in einer alten Fabrik errichtet war.

 

17.07

Havlickuv Brod – Bischofswerda

Der nächste Tag, der 17. Juli, führte uns über Böhmisch Leipa weiter in den Raum Bauzen nach Bischofswerda, wo wir im Hotel Evabrunnen, direkt am Hauptplatz übernachteten. Als Abendessen gab es Pfifferlinge – super gut! Nach einem Spaziergang schlossen wir die ersten ca. 500km mit einem Glas Wein sehr positiv ab und freuten uns auf den nächsten Tag.

 

18.07

Bischofswerda – Diensdorf-Radlow

Die Fahrt ging am 18. Juli weiter nach Norden wo wir durch kleine Dörfer und über alte DDR-Pflasterstraßen und lange Alleen fuhren. Kurz nach Mittag kamen wir in Diensdorf-Radlow im Hotel Märkisches Meer an. Dieses Hotel liegt direkt am Scharmützelsee und hat ein gutes Restaurant, mit bereits merkbar anderen Preisen als in der Tschechei oder in Bischoswerde – an der Grenze zu Polen und Tschechien. Wir genießen das schöne Wetter und das angenehm kühle Wasser. Am Abend gehen wir zum öffentlichen Strand im Ort und tauchen in das Abendgeschehen von Diensdorf-Radlow ein.

 

19.07

Diensdorf-Radlow – Gerswalde

Eigentlich hatten wir vor in Gerswalde zwei Tage zu bleiben und die im Internet angebotene Thermen-Landschaft des Hotels Schloss Herrenstein zu genießen. Als wir am 19. Juli dort ankamen wurde uns jedoch gesagt, dass diese abgebrannt, und daher nicht verwendbar ist. Daher beschlossen wir nach einem Spaziergang, dass wir nur einen Tag bleiben und am nächsten Tag nach Ückeritz auf Usedom fahren. Wir checkten die Frühstückspension „Voss“ über booking.com und genossen das Abendessen im Park des Schlosses.

 

20. 07

Gerswalde – Ückeritz (Usedom)

Es war eine gute Idee, den 20 Juli auf Usedom in Ückeritz zu verbringen. Durch die kurze Etappe waren wir bald in der gebuchten Pension „Voss“ und liehen uns dort zwei Räder aus. Damit führen wir sofort an die dortige Ostseeküste. Es war einfach schön: die vielen Strandkörbe, das Meer und der Geruch, die kleinen Buden an denen es Fisch in allen möglichen Varianten und gutes Bier gab. Wir wanderten ein Stück den Strand entlang und genossen das windige Treiben. Dann wechselten wir mit unseren Rädern zum westlich liegenden Ufer – dem Achterwasser und genossen die Aussicht auf dieses fischreiche Gewässer.

 

21. -  24. 07

 Ückeritz (Usedom) – Stralsund

Nun ging es weiter zu einem unserer großen Ziele dieser Reise: nach Stralsund und Rügen. Wir hatten das Hotel Garni Gut Tribbewitz vorgebucht gehabt. Das Hotel Garni Gut Tribewitz lag aber mitten in der Pampa, hatte keine Küche – es gab also nichts zu essen…. Wir beschlossen daher lieber die Stornogebühr zu zahlen als dort von den vielen Gelsen aufgefressen zu werden. Wir fanden das Altstadthotel zur Post in Stralsund – eine perfekte Lösung wie sich bald zeigte. Dieses Hotel ist sehr bikerfreundlich und liegt im Zentrum von Stralsund. Der Hotelbesitzer ist selbst begeisterter Motorradfahrer und bietet in seiner Tiefgarage einen eigenen Bereich für Motorräder an. Dort findet man auch Informationen über Routen in der Umgebung und auf Rügen.

 Den 22. Verbrachten wir in Stralsund. Wir durchstreiften die Altstadt, wo an diesem Wochenende die „Wallensteinspiele“ stattfanden – ein Mittelalterfest das alle Stücke spielt: Schlachten, Turniere und Lagerleben sowie Hexenverbrennungen und die Band „Dudlzwerge“. Ein Spektakel der Sonderklasse! Mit geborgten Rädern fuhren wir über die Brücke nach Rügen – nach Altefähr.

Am 23. ging es nach Rügen: Wir besuchten den längsten Sandstrand auf Rügen den Strand in Glowe und  Putgarten. Unser Ziel war das Cup Arkona, der nördlichste Teil der BRD, der nur zu Fuß oder mit einer speziellen "Straßenbahn" erreichbar ist. Dort gibt es neben den steilen Klippen und den markanten Leuchtturm eine Bunkeranlage der ehemaligen DDR.  

Am nächsten Tag, dem 24. Fuhren wir nochmals nach Rügen. In Sassnitz besuchten wir das U-Bootmuseum. Das dort zu besichtigende britische U-Boot kämpfte im Falklandkrieg und im ersten Irakkrieg. Danach ging es mit einem Ausflugsboot zu den berühmten Kreidefelsen - zum Kaiserstuhl, was uns aber nicht so besonders beeindruckte. Am Abend gab es nochmals die Dudlzwerge am alten Hauptplatz in Stralsund. Wir genossen ein letztes mal das mittelalterliche Treiben und den musikalischen Verschnitt aus schottischer Musik und astreinem Punk.

 

25. 07

Stralsund – Rostock

Für den 25. Wurde das erste mal „Dauerregen“ angesagt, was dann auch tatsächlich so eintraf. Daher fuhren wir nur bis Rostock, wo wir aus dem Hotel „Altes Hafenhaus“ dem Starkregen zusahen. Da wir in Rostock durch den starken Regen nur wenig besichtigen konnten gingen wir nach dem Abendessen ins Kino – und sahen uns einen Film an.

 

26. 07

Rostock – Bad Oldesloe

Ab dem 26. sollte sich das Wetter wieder verbessern – unser Ziel war daher die Nordsee – und an diesem Tag das Hotel Tryp by Wyndham in Bad Oldesloe. Das kleine Städtchen bietet nicht viel – hat aber ein empfehlenswertes Restaurant in einer alten Gärtnerei.

 

27. – 28. 07

Bad Oldesloe – Büsum

Am 27. fuhren wir an die Nordsee – nach Büsum. Im Hotel Büsum fanden wir eine schöne und gut gelegene Unterkunft. Wir waren nur wenige Gehminuten von Strand der Nordsee entfernt – vom Wattenmeer. Wir liehen uns Räder aus und erkundeten die umliegende Landschaft.

Den 28. verbrachten wir mit einem Spaziergang in das Wattenmeer vor Büsum – ein phantastisches Erlebnis! Wir sahen den Skyte-Surfern zu, und tratschten mit Mitgliedern der dort überall präsenten Wasserrettung. Mit einer Hafenbesichtigung und einem (nicht billigen) Fisch zum Abendessen endete dieser schöne Tag ab.

 

29. 07

Büsum – Hamburg

Bei der Fahrt am 29. von Büsum nach Hamburg benötigten wir wieder unsere Regenkombis – am Nachmittag erreichten wir das direkt am Altoner Bahnhof liegende Intercity Hotel Hamburg Altona. Unserer Motorräder stellten wir direkt davor ab und kettetn sie an einen Lichtmast an.

 

30. 07

Hamburg – Wien

Während des Tages besichtigten wir Hamburg mit einem hopon/hopoff-Buss und bummelten am Hafen und an der Reeperbahn herum. Unser Autoreisezug hatte Verspätung. Die Verladung war aber dann einfach und bald abgeschlossen. Wir bezogen unser Abteil und „genossen“ den Liegewagen nach Wien, wo wir am 31. Mit einer Stunde Verspätung die Motorräder abluden und die letzten 50 km nach Hause fuhren.

 

 

Facts:

  • Gefahren mit Honda 500 CBF und Yamaha TDM 850
  • 2012 km in 14 Tagen
  • Die Route war im GPS – fast keine Autobahnen, viele wirkliche Nebenstraßen
  • Freundliche Menschen
  • Das Wetter war gut!
  • Keine Umfaller, keine Pannen
  • Alle Hotels mit booking.com teils unterwegs vorgebucht, immer mit sehr gutem Frühstück
  • Entlang unserer Route stark steigendes Preisniveau
  • Beeindruckend und schön
  • Kosten pro Person: € 2000.-
  • SUPER WOAS !!!!